Tipps und Tools – Waende und Decken

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Schall bringt Waende in Schwingung und dies fuehrt zur Schalluebertragung. Eines duerfte jedem klar sein: Je leichter ein Bauteil, desto leichter laesst es sich in Schwingung versetzen. Also lautet die eine Moeglichkeit, die Bauteile so dick und so schwer wie moeglich auszuführen. Aber wer moechte schon meterdicke Waende wie in einem Luftschutzbunker? Es gibt jedoch eine Moeglichkeit, den Schall zu ueberlisten, indem man eine zweite Wand in einem gewissen Abstand zur anderen Wand errichtet.

Zweite Wand

Die zweite Wand wird am Besten als freistehende biegeweiche Vorsatzschale ausgefuehrt. Grundsaetzlich ist es natuerlich auch moeglich, eine zweite biegesteife Wand vor der anderen Wand zu errichten, doch eine zu große Masse wollten wir ja gerade verhindern. Daher eine biegeweiche Vorsatzschale. Biegeweich sind alle Baustoffe, deren Grenzfrequenz über 1500 Hz liegt. Im Prinzip sind alle Baustoffe biegeweich, eine 2,5 cm dicke Gipskartonplatte ebenso wie eine 2 cm dicke Sperrholzplatte oder eine 1 cm dicke Platte aus Schwerbeton. Es ist alles nur eine Frage der Materialdicke. Ob eine Schwerbetonplatte mit einer Dicke von einem Zentimeter jedoch Sinn macht ist eine andere Sache.

Gipskartonplatten

Am besten geeignet für unsere Zwecke sind Gipskartonplatten, Sie koennten zwar auch Sperrholzplatten nehmen, doch diese haben gegenueber Gipskartonplatten eine geringere Masse und ein Mehr an Masse ist nicht schlecht. Erst oberhalb der Resonanzfrequenz wird die aeussere Schale nicht mehr in Schwingung versetzt und gerade das soll erreicht werden. Erreicht werden kann das durch schwere Bauteile sowie durch einen großen Abstand und eine weiche Daemmung zwischen den beiden Schalen. Bei der weichen Daemmung sollten Sie sich wieder das Beispiel vom Kopfkissen und dem Hammer vor Augen fuehren. Sehr gut zur Daemmung eignet sich Mineralwolle.

Als weiterer positiver Aspekt wurde der Abstand zwischen Vorsatzschale und Wand genannt, je groesser desto besser. Dies ist zwar grundsaetzlich richtig, doch irgendwo muss die Band auch noch Platz finden. Sie muessen daher austuefteln, in welchem Abstand zur Wand Sie das Staenderwerk errichten koennen.

Beachten Sie dabei jedoch, daß die Staenderprofile nicht direkt an die Wand und den Fussboden angeschlossen werden duerfen, da sonst Schallbruecken entstehen. Es sollte daher unbedingt ein Streifen Daemmfilz dazwischen geklemmt werden. Eine weitere Verbesserung des Schallschutzes wird durch eine zweite Lage Gipskartonplatten erreicht. Wenn es die finanziellen Mittel zulassen, sollten sie daher eine doppelte Beplankung vornehmen. Das Nonplusultra waere natuerlich, noch eine weitere Wand auf gleiche Weise zu erstellen, also freistehende Vorsatzschale mit doppelter Beplankung. In den meisten Faellen waere das jedoch des Guten zuviel, denn es gibt noch Fenster und Tueren und die bekommen Sie niemals auf gleiche Weise dicht.

Bei der Decke gehen Sie aehnlich vor wie bei den Waenden. Gipskartonplatten werden an der Decke abgehaengt und mit Mineralfilz ausgekleidet. Dies kostet natuerlich einige Zentimeter an Raumhoehe, doch anders bekommen Sie keine Ruhe. Zunächst muessen Sie Aufhaenger (es gibt verschiedene Systeme im Handel) an die Decke schrauben. An diese Aufhaenger werden Holzlatten oder spezielle Stahlprofile befestigt und daran dann die Gipskartonplatten. Zur Not koennen Sie auch direkt Holzlatten an die Decke schrauben, zwischen die Latten Daemmfilz klemmen und dann mit den Gipskartonplatten verschrauben.

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